Stern über Bethlehem

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Evangelische Kirchengemeinde Hilden/ Rheinland – Erlöserkirche
Die Große Weihnachtskrippe
Anschauliche Heilsgeschichte, Glaubensbotschaft, tiefe Symbolik und liebevolle Details




das Wasser

Wasser ist das sanfte Element, das nachgiebige und weiche.

In unserer Krippe wird Wasser sowohl durch den Ziehbrunnen unterhalb des Hirtenfeldes symbolisch dargestellt als auch durch echtes, wirklich plätscherndes Wasser mit Umwälzpumpe in der Flusslandschaft. (Siehe auch "Flusslandschaft" unter "Szenen unserer Krippe" in "Landschaft".
(Ohne Technik lässt sich Wasser durch Folie, eine waagerechte Glasplatte über einer ausgestalteten Vertiefung für den Teich oder klar ausgehärteten Montagekleber im Bachbett darstellen.)




Brunnenszene_KrippeNeben dem Hinweis auf das Wasser ist der Brunnen auch Begegnungsort der orientalischen Menschen. Vielfältige Geschichten des Alten Testamentes haben dort ihre Handlung.





Die hebräischen Wörter "beer" und "bor" verweisen auf einen Brunnen, eine Zisterne oder eine Grube (Beispiele sind 1.Mo 16,14 oder 24,11.20; 5.Mo 6,11). In Verbindung mit Jakobs Brunnen findet man das griechische Wort φρέαρ. Es handelte sich hier wahrscheinlich um eine Quelle (Joh 4,6) im Brunnenschacht (Joh 4,11.12). Quellwasser wird „lebendiges Wasser" genannt, im Unterschied zu Wasser aus Brunnen oder Zisternen.
Für das gesellschaftliche Leben haben Brunnen als Treffpunkte dieselbe Funktion wie Quellen. Heutige Ortsnamen mit der Wurzel „Beer“ (בְּאֵר) zeugen von der Bedeutung eines oder mehrerer Brunnen für den Ort, z.B. Beerscheba „Sieben Brunnen“ (vgl. Beirut „Brunnen [Pl.]“).
Ein Brunnen ist ein Schacht zum Grundwasser, den Menschen oft unter großem Aufwand – der Brunnen von Sichem ist über 30m tief – gegraben haben. Es ist also etwas ganz anderes als eine natürlich sprudelnde Quelle.

Brunnen grub man nicht nur bei Ortschaften, sondern auch auf Weiden (Gen 29). Um sie gegen Einsturz zu sichern, erhielten sie Verschalungen aus Holzbalken, Steinen oder Ziegelsteinen. Als Schöpfgefäße dienten Tonkrüge, die allerdings ein großes Eigengewicht hatten, oder Tierhäute. Sie wurden mit Seilen ohne Hilfskonstruktion oder nur über ein Rad – Seilwinden sind erst eine Erfindung des Mittelalters – hochgezogen (Gen 21,19; Jes 30,14; Pred 12,6). Neben den Brunnen standen zuweilen Tröge, die als Viehtränken dienten (Gen 30,38; Ex 2,16).

Brunnen konnten Privatbesitz sein (2. Sam 17,18), in der Regel gehörten sie jedoch der Gemeinschaft. Für den Bau und die Instandhaltung der öffentlichen Brunnen sowie für die Regelung möglicher Konflikte um Nutzungsrechte waren normalerweise wohl lokale Autoritäten zuständig. Um Brunnen vor Unbefugten zu verstecken und Unfälle zu vermeiden, wurden sie abgedeckt (Gen 29,2f; Lk 14,5).



Weitere Bilder:


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