Stern über Bethlehem

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Evangelische Kirchengemeinde Hilden/ Rheinland – Erlöserkirche
Die Große Weihnachtskrippe
Anschauliche Heilsgeschichte, Glaubensbotschaft, tiefe Symbolik und liebevolle Details




Adam und Eva

Sie wurden daher, obwohl die ersten Menschen, in der Kunstgeschichte auch immer mit einem Bauchnabel dargestellt.
Adam wurde nicht als Kind erschaffen, sondern im besten Mannesalter mit 30 Jahren. In seinem Tiefschlaf entnahm ihm Gott eine Rippe. Daraus entstand Eva. Augustin stellte folgende Parallele auf: wie einst Eva aus Adams Rippe entstand, so die Kirche aus der Seitenwunde Christi.

Das Paradies war schnell verspielt, vom Sündenfall ist die Rede: durch Eva und Adam kam Sünde und Tod in die Welt. Davon soll uns Christus erlösen. Hier liegt die Korrespondenz zwischen Adam (dessen Namenstag am 24. Dezember gedacht wird) und Christus (der Christtag ist der 25. Dezember), dem alten und dem neuen Adam, wie Paulus dies theologisch dargestellt hat: Jesus ist der neue Adam. Während der erste ,alte Adam die Sünde und damit den Tod in die Welt bringt, erlöst Jesus von dieser Sünde und bringt das Leben.


Die Versuchung zur Sünde ist in unserer Krippenszene eingearbeitet. Eva reckt sich nach einem Apfel am Weihnachtsbaum wie nach der Frucht des Baumes der Erkenntnis im Paradies. (Der Apfel setzte sich übrigens seit dem 5. Jahrhundert als verbotene Frucht durch, wobei sie in der Bibel nicht näher bestimmt ist.) Adam schaut mit in den Baum und streckt schon einmal die Hand aus. Oder wir drehen ihn um 180° und er wendet sich, Gott fragend, ab, wie in manchen Darstellungen. Nach Augustinus erprobt Gott mit dem verbotenen Baum die Menschen, ob sie ihm gehorsam sind, sich unterordnen und seine Hierarchie akzeptieren. Mit dem Apfelbiss kommt für Eva und Adam die Erkenntnis: wir haben ein Verbot übertreten, der Nutzen-Schaden war nicht durchdacht; jetzt wissen wir den Unterschied zwischen gut und böse. Die eigentliche Sünde besteht also im Bruch mit Gott oder Gottesferne.



Weitere Bilder:


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