Stern über Bethlehem

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Evangelische Kirchengemeinde Hilden/ Rheinland – Erlöserkirche
Die Große Weihnachtskrippe
Anschauliche Heilsgeschichte, Glaubensbotschaft, tiefe Symbolik und liebevolle Details




Hühner

HuehnerIn Israel gibt es vor allen Dingen das kleinere Bativahuhn, dem unsere Krippenhühner nachempfunden sind.

Auf altchristlichen Grabsteinen und Sarkophagen erscheint der Hahn als Verkünder des Tages. Durandus von St. Pourçain erklärt ihn als Nachtverscheucher, Prediger und Erwecker vom Schlaf und lässt ihn auf Kirchen setzen. Seither hat der Hahn einen Ehrenplatz auf vielen Kirchturmspitzen erhalten. Dort zeigt er als Wetterhahn nicht nur die Windrichtung an, er gilt aber auch als Mahner zur Wachsamkeit und Treue: Jesus sagt zu Petrus: "Amen, ich sage dir: In dieser Nacht, noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen." (Mt 26,34). Weil der Hahnenschrei dann Petrus zu Reuetränen bewegte, ist der Hahn auch Zeichen der Reue und Umkehr (z.B. an Beichtstühlen dargestellt).

Der Hahnenschrei markiert in Mk 13,35 die dritte der nach römischer Zählung vier Nachtwachen, also die Zeit von Mitternacht bis ca. 3 Uhr morgens.



Glucke_1Die hudernde Glucke mit ihren Küken (Figur von 2017)
Die Henne (bzw. allgemein eine Vogelmutter), die ihre Küken schützend unter ihre Flügel sammelt, ist zunächst ein Bild mütterlicher Liebe und Fürsorge: "Wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihren Flügeln,..."
Sowohl im alten als auch im neuen Testament ist die Henne ein Bild für das Handeln Gottes an den Menschen und ein schönes Beispiel dafür, dass die Gottesbilder der Bibel nicht nur männlich geprägt sind, sondern auch weibliche Aspekte haben.

In mancherlei Bibelstellen (Rut 2,12; Ps 17,8; Ps 57,2;) ist vom bildhaften Hinweis die Rede Schutz zu finden unter den Flügeln Gottes wie ein Küken bei der Mutterglucke.

Als Mahnwort findet man das Bild der Glucke in den Evangelien: Das Volk Israel hat den Schutz und die Fürsorge Gottes nicht gesucht und angenommen. Jesus nimmt das Bild auf und äußert seine Wehklage über Jerusalem: „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!“ (Lk 13,34 bzw. Mt 23,37)




Weitere Bilder:


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