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Evangelische Kirchengemeinde Hilden/ Rheinland – Erlöserkirche
Die Große Weihnachtskrippe
Anschauliche Heilsgeschichte, Glaubensbotschaft, tiefe Symbolik und liebevolle Details




Strauß

Das Wort „Strauß“ stammt vom altgriechischen στρουθιων (strouthion), was so viel wie „großer Spatz“ bedeutet. Die Griechen bezeichneten den Strauß auch als „Kamelspatz“, was den wissenschaftlichen Namen der Art, Struthio camelus, erklärt.
Strauße sind Rennvögel und leben daher bevorzugt in Savannen und Wüsten, wo sie über freie Sicht und schnelle Fortbewegungsmöglichkeiten verfügen. Sie können ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf aus ihrer Nahrung beziehen und sich daher problemlos in Wüstenregionen ohne Wasserzugang aufhalten und auch Trockenperioden überleben. Straußenmännchen geben während der Balz und bei Streitigkeiten laute, an das Brüllen von Löwen erinnernde Rufe von sich. Straußenhennen können wie die Männchen ebenfalls zischende oder knurrende Laute von sich geben. Vor angreifenden Tieren rettet sich der Strauß in der Regel, indem er davonläuft. Die Laufgeschwindigkeit kann bis zu 70 km/h betragen. Durch Tritte kann der Strauß Angreifer aber auch schwer verletzen und ist sogar in der Lage, einen Löwen oder Menschen zu töten. Der tagaktive Strauß ist vor allem in den Dämmerstunden aktiv und ruht in der Mittagshitze und in der Nacht.


Der Strauß wird zu den unreinen Vögeln gezählt und wird sowohl durch sein Wohnen an öden Orten als auch durch seinen klagenden Schrei charakterisiert:

In den Klageliedern des Jeremias‘ , 4,3, wird von der Grausamkeit der Strauße gesprochen. Nach einer biologisch falschen, damals aber offenbar geläufigen Vorstellung kümmert sich der Strauß nicht um seinen Nachwuchs.
In Hiob 39,13 wird das Pluralwort renanim, „Schreien" oder „Heulen", mit „Straußhenne" übersetzt. Der Abschnitt spricht davon, dass die Straußhenne ihre Eier unbeaufsichtigt lässt und ihre Jungen hart behandelt. Die Straußhenne lässt in der Tat ihre Eier gut bedeckt im Sand zurück. Die Sonne hält sie tagsüber warm, nachts sitzt das Muttertier auf ihnen.

Metapher für Klage und Trauer: Micha 1,8 nennt die Strauße neben Schakalen wohl wegen der heulenden Laute, die die Tiere ausstoßen. Gleichzeitig wird auf das Verstummen beim Trauerritual angespielt. Ähnlich gelten in Hiob 30,28f. die Strauße gemeinsam mit den Schakalen als Metapher für soziale Isolation, für Trauer und Klage. Das Rufen des Straußes und des Schakals klingt wie das Weinen und das Klagen Hiobs.

in der Zukunftshoffnung Jesajas, 43,20, dient der Strauß als Wüstenbewohner hingegen dazu, das Blühen der Wüste zu beschreiben. Sie wird zum Ort, an dem Strauß, Schakal und wilde Tiere Jahwe verehren. Hier preist der Strauß in der Erlösungszeit den Ruhm des Herrn: „Das Wild des Feldes preist mich, die Schakale und Strauße; denn ich will in der Wüste Wasser und in der Einöde Ströme geben, zu tränken mein Volk, meine Auserwählten.“

Im Physiologus liest der Strauß vom Himmel die Zeit ab, in der er seine Eier legen soll. Im Sande der Wüste vergisst er sie und die Sonne brütet sie für ihn aus. So soll der Mensch zum Himmel blicken, das Irdische vergessen und Christus folgen!




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