Stern über Bethlehem

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Evangelische Kirchengemeinde Hilden/ Rheinland – Erlöserkirche
Die Große Weihnachtskrippe
Anschauliche Heilsgeschichte, Glaubensbotschaft, tiefe Symbolik und liebevolle Details




Die sieben Arten

Die Bibel weist eine Vielzahl von Riten, Festen, Geboten und Vorschriften auf, die mit (Nutz)-pflanzen, deren Anbau und Pflege zu tun haben. Bäume und Waldstücke galten als heilige Stätten. Obstbäume zu fällen war verboten. Ein gutes Beispiel, wie Pflanzen mit Heiligkeit in Beziehung gebracht werden, ist die Geschichte vom brennenden Dornbusch (2.Mose 3,2-6). Bäume und Früchte werden oft als Vergleiche für Schönheit, Reichtum und Frieden in der Bibel herangezogen.

Die drei großen Feste Passa, Pfingsten und das Laubhüttenfest richteten sich nach bestimmten Ereignissen des landwirtschaftlichen Lebens.
Viele religiösen Gesetze hatten Landwirtschaft und ihre Erzeugnisse zum Inhalt. Umgefallene Garben überlies man den Armen. Eckteile der Felder durfte man aus gleichem Grund nicht abernten.


Die Bibelerzählungen setzen mit einem Essen ein: Eva und Adam probieren die verbotene Frucht. Durch die ganze Bibel hindurch spielen Nahrungsmittel eine wichtige Rolle:
Essen und Trinken waren mehr als nur Ernährung des Körpers; oft genug waren Handlungen durchwirkt von Heiligkeit und reich an innerer Bedeutung.

Bundesschlüsse werden über einem Mahl vollzogen. Gastfreundschaft gebietet ein gutes Essen zuzubereiten. Nahrungsgeschenke können besänftigen oder trösten. Nahrungsmangel begründet (Volks-)Wanderung in fruchtbare Lande.

Mit Kain benennt die Bibel den ersten Ackerbauern im Heiligen Land. Die Entwicklung zur Sesshaftigkeit mit Fortentwicklung der technischen Möglichkeiten fand im fruchtbaren Halbmond nordwestlich der unfruchtbaren Wüsten des heutigen Saudi-Arabiens statt. Israel (oder Kanaan) liegt in der Mitte, zwischen Ägypten und Mesopotamien (heutiger Irak).
Die berühmteste Beschreibung des Heiligen Landes ist wohl die in 2.Mose 3.8 und 5.Mose 26.15: das Land, in dem Milch und Honig fließen. (Gemeint ist Ziegen- oder Schafsmilch. Rinder gab es selten. Mit dem Honig ist nicht Bienenhonig gemeint, sondern an einen durch Einkochen von süßen Früchten erzeugter Sirup, (vor allem Datteln), der als Süßungsmittel verwendet wurde.)
Dort ließen sich die Israeliten nieder, bauten Getreide an und ernteten Früchte. In 5.Mose 8.8 benennt die Bibel in der Liste der landwirtschaftlichen Produkte „sieben Arten“, den wichtigsten Pflanzen im Heiligen Land:
„Denn der Herr, dein Gott, bringt dich in ein schönes Land, ein Land mit Wasserbächen, Quellen, Fluten, die in den Tälern und an den Bergen hervorströmen, ein Land mit Weizen, Gerste, Reben, mit Feigen- und Granatapfelbäumen, ein Land mit Ölbäumen und Honig.“ (Honig: siehe Dattel)



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