Die Große Weihnachtskrippe
Aus meiner Krippenwerkstatt
Die Entstehung einer biblischen Erzählfigur ist ein Prozess, der Geduld und Liebe zum Detail erfordert. Hier sehen Sie, wie in der Werkstatt Schritt für Schritt Leben entsteht.
Waben- oder Kaninchendraht! Ein Rechteck schneide ich ein und biege die Seiten nach vorne.. .
Ich bilde einen Torso und fixiere ihn mit seinen eigenen Drahtenden... .
Ich bilde einen Torso und fixiere ihn mit seinen eigenen Drahtenden... .
Ich knete und ziehe Arme und Beine in Form.
Danach ziehe ich Banddraht durch Arme und Schultern, sowie durch die Beine bis in den Torso. Die Figur biege ich in ihre Pose.
Im Prinzip genauso verfahre ich bei den Tieren. Masse mit Wabendraht, dünne Beine mit Banddraht.
Für die Zeitungspapier-Maché reiße ich einige Blätter Zeitung in Stücke.
Die Stücke Zeitung streiche ich von beiden Seiten mit steifem Tapetenkleister ein und knautsche sie um Kopf und Torso. Mit einem Spachtel streiche ich die Oberfläche in Form.
Aus eingeweichtem, zerstückeltem Eierkarton und Kleister bereite ich eine stabilere Maché.
Sie macht Tierköpfe, Beine und Arme in der Unterkonstruktion sehr stabil.
Aus anrührbarer Maché aus dem Handel (weiß) modelliere ich alle nicht kaschierten Gliedmaßen aus.
Für Felle und Haare verarbeite ich Toilettenpapier mit Kleister zu einer Maché.
Es muss möglichst viel Papier eingearbeitet werden, denn die Masse schwindet beim Trocknen beträchtlich.
Tierfelle kann ich damit lebensecht gestalten. Das Schwinden einrechnend muss ich die Hälfte mehr Masse auftragen als das anvisierte Ergebnis.
Immer wieder passe ich das Schaf beim Hirten ein. Die „Wolle“ macht es dicker. Noch kann ich die Schultern etwas korrigieren.
Wenn alle Gliedmaßen fertig ausmodelliert sind, kleide ich die Figur. In diesem Falle kaschiere ich mit Stoff, in Teilen wie bei einem Schneiderschnitt.
Für bessere Steifigkeit streiche ich den Stoff mit einer Kalk-Leimwassermasse ein.
Damit „ziehe ich die Figur an“…
Nähte gibt es nicht. An verdeckten Stellen stoßen Stoffkanten zusammen, die ich verkleistere.
Wo es zu dick aufträgt, kann ich unter einem Übergewand das Untergewand unterbrechen.
Das Übergewand schneide ich fertig zu.
Dann male ich es fertig an.
Eingestrichen mit Leim/Tapetenkleistergemisch kleide ich den Hirten und lege das Gewand in gefällige Falten. Kreide würde sich über die Farbe legen.
Ich modelliere die Kopfbedeckung und den Haaransatz.
Wie die Felle gestalte ich den Hirtenbart.
Ein Viertel bis ein Drittel der Arbeit ist das farbliche Fassen der Figuren.
Gesichter können bis zu 7 Stunden dauern, bis der Ausdruck stimmt!
Bei der Konstruktion für die Flusslandschaft wollte Pfarrer Rönsch auch mal mitbauen.
Aussägen des Flussmäanders und des Sees...
Schichtung des Geländeaufbaues...
Auch hier: Pappmaché für Felsen und Erdflächen...
Genaues Einmessen des Mäanders für kontinuierliches Ablaufen des Wassers...
(Mein Mann ist mir stets ein großer Helfer!)
Fassen der Landschaft und Dichten der Teile, die über 3 Wochen lang von Wasser umgeben sein werden...
"Bepflanzen" mit feinem Moos, Gestalten mit kleinen Steinen und Sand...
