Stern über Bethlehem

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Evangelische Kirchengemeinde Hilden/ Rheinland – Erlöserkirche
Die Große Weihnachtskrippe
Anschauliche Heilsgeschichte, Glaubensbotschaft, tiefe Symbolik und liebevolle Details




Advent...

Adventsszenen

Advent heißt im Lateinischen "Ankunft".
Wir warten auf die Ankunft des Herrn.
Vielmehr ERwarten wir sie.

In der Krippe werden wir Woche für Woche näher an das Ereignis herangeführt. Einzelne Szenen zeigen, was und wer der Christusgeburt vorausgeht.


November...

Hoehlengrab Krippe

…vom (katholischen) Allerheiligentag bis zum (evangelischen) Ewigkeits- oder Totensonntag ein Monat des Innehaltens und Gedenkens der Verstorbenen.
Mit der Geburt ist uns nichts so sicher wie der Tod.
Für den Glaubenden aber gewiss, im Leben und im Tod Jesus Christus zu eigen zu sein.

In den Geburtsdarstellungen der Krippen gab es daher auch immer schon mancherlei Hinweis auf Tod und Kreuz. Neu in diesem Jahr in unserer Krippenlandschaft ein weiteres gebirgiges Landschaftsteil, das auch ein antik-israelisches Rollgrab enthält. Hier ein aktuelles Bild aus der Krippenwerkstatt im Kirchenkeller der Erlöserkirche.

Nicht mehr weit bis zum Advent …


Ernte...

Ruth-auf-dem-Feld
Dankbar zu sein für die Gaben, die nicht in unserer Verfügungsgewalt stehen,
das Leben selbst genauso wie den Ertrag der Ernte,
das feiern wir zum Erntedankfest, am ersten Sonntag im Oktober.

Schon im alten Israel leitet sich aus der immer wieder neu angesprochenen Liebe Gottes zu den ansonsten Vernachlässigten und Armen konkrete Maßnahmen ab, die der Eindämmung von Armut dienen sollen. Hier sind an erster Stelle die Sozialgesetze der Bibel zu nennen. Sie verbieten generell die Ausnutzung der Schwäche der Armen. Zu ihrer Versorgung erhalten diese das Recht auf Nachlese auf den abgeernteten Feldern bzw. den Ertrag dessen, was in einem Jahr der Brache dort wächst.
Aus Dankbarkeit erwächst Verantwortung.


Passion...

Stieglitze_Distelfinken

Der Stieglitz taucht gerade wieder in unseren Gärten auf und sucht nach Samen in stehen gebliebenen Stauden.
Wegen seiner Vorliebe zu Disteln (Dornen) ist er ein christliches Symbol für die Passion und den Opfertod Jesu Christi geworden. Er ist Begleitvogel auf vielen Madonnenbildern, in denen er für das Vorwissen über die bevorstehende Kreuzigung steht. Deshalb nistet er in unserer Krippe direkt im Stallgebälk nahe dem Gottessohn.

Nach einer Überlieferung zog der einstmals unscheinbare Vogel einen Dorn aus der Haut des gekreuzigten Jesus Christus, um dessen Pein zu lindern. Dabei besprenkelte er sich mit dem heiligen Blut und kam so zu seiner roten Gesichtsmaske.



Die Weisen sind gegangen...

Flucht_nach_Aegypten
Die Weisen sind gegangen.
Der Schall verklang, der schein verging,
der Alltag hat in jedem Ding nun wieder angefangen.

Der Wanderstern verglühte,
kein Engel spricht, kein Schäfer rennt,
und niemand beugt sich und erkennt die Größe und die Güte.

Wie lässt sich das vereinen?
Der Stern war da, der Engel rief,
der Schäfer mit den Weisen lief und kniete vor dem Kleinen.

Auch sie sind nicht geblieben,
die beiden mit dem kleinen Kind.
Ob sie schon an der Grenze sind? Geflüchtet und vertrieben.

Lied 548, EG, Text: Gerhard Valentin 1965


Lasset die Kinder zu mir kommen!

Kinder_bei_Jesus
In einer Weihnachtsgeschichte aus Neapel erzählt der Schriftsteller Luciano de Crescenzo über den Unterschied zwischen den Krippenliebhabern und den Weihnachtsbaumliebhaberinnen. Die Frauen lieben den Baum, so seine These, weil das Glitzern und Funkeln so anziehend für sie sei, während die Männer liebevoll an ihren Krippenfiguren schnitzen, großartige Landschaften aufbauen, die das halbe Wohnzimmer füllen und mit viel Liebe zum Detail ganze Scharen von Handwerkern, Kaufleuten oder Gemüsehändlern auf den Weg zur Krippe schicken.

Luciano de Crescenzo schreibt: „Also die Einteilung in Krippenliebhaber und Baumliebhaber ist so entscheidend, dass sie meiner Meinung nach so wie Geschlecht und Blutgruppe in die Personalausweise eingetragen werden müsste. Naja, sonst entdeckt doch so ein armer Teufel vielleicht erst nach seiner Heirat, dass er sich mit einem Christenmenschen zusammengetan hat, der ganz andere Weihnachtsgewohnheiten hat.“

Der Weihnachtsbaum kommt ursprünglich aus der protestantischen Tradition während die Krippe lange Zeit eher in der katholischen Kirche beheimatet war. Heute stehen sie oft in ökumenischer Eintracht bei- oder nebeneinander.

Ob man das geschlechtsspezifisch oder konfessionell aufteilen kann, weiß ich nicht, ab heute sind jedenfalls wieder viele Frauen und Männer, Evangelische wie Katholiken an unserer großen Krippe willkommen.

Joachim Rönsch, 23.Dezember 2018





Auf der Suche...

4. Advent
...nach einem Platz in der Welt, so heißt die Überschrift des Familiengottesdienstes mit dem Kindergarten am 4. Sonntag im Advent. Damit sind wir schon ganz nahe an Weihnachten herangekommen.
Advent heißt ja nicht nur: Gott will an Weihnachten in die Welt kommen. Advent heißt darüber hinaus: Gott will auch nach Weihnachten, auch heute noch in diese Welt kommen, in dein und mein Leben, in unsere Stadt und unsere Kirchengemeinde. Und Gott findet da einen Platz, wo wir ihm einen Platz lassen, wo wir so leben, wie er es gerne möchte. Gott sucht auch heute noch nach einem Platz bei uns.
Und bei Gott ist das anders als bei uns: wo Gott einen Platz findet, da nimmt er uns keinen Platz weg, - wo Gott einen Platz findet, da ist auch Platz für jeden Menschen.


Zu Besuch...

Maria_besucht_Elisabeth
Maria macht sich auf zu ihrer Cousine Elisabeth -
eilend, wie es in der Bibel heißt, ...laufend, ... nahezu rennend in der kleinen Krippenszene des 3. Advents.
Beide Frauen schwanger,
lange erhofft, nicht mehr erwartet die eine,...
die andre gänzlich unerwartet, noch im Teenageralter, ohne die Sicherheit der Ehe, eines geregelten Lebens.
Im adventlichen Besuch, in der Begegnung dann:
Vergewisserung, moralische Unterstützung, Beistand.


Besuch...

Zweiter_Advent_Verkuendigung
Eine kleine häusliche, beinahe intime Szene ist am zweiten Sonntag im Advent zu sehen. Der Engel Gabriel besucht Maria und verkündigt ihr die Geburt Jesu. Nach Schreck und Innehalten fängt Maria an zu singen - gar nicht mehr häuslich intim, sondern global weitgreifend von Gottes revolutionärem Eingreifen in die Welt!
(lesen sie den Lobgesang der Maria bei Lukas 1,46-55)


Ausschau halten,...

erster_Advent
...Sehnsucht spüren, Neues erwarten, - das verbindet unsere Figuren, die wir zur ersten Adventsszene zusammen stellen, - egal ob den alten Propheten Jesaja, den Vorläufer Johannes der Täufer, den modernen Astronom, der auch an die Weisen erinnert, die Neugierige oder den Zeitungsleser:
Sehnsucht spüren, Ausschau halten, Neues erwarten.

Mit dem 1. Sonntag im Advent beginnen wir das neue Kirchenjahr. Darüber hinaus weist der Advent unser Warten auf die noch weit größeren Verheißungen unseres Gottes.


Die Menschwerdung begreifen!

Haende_in_Arbeit...und Gott sah, dass es gut war.

Es klingt vielleicht abgehoben, aber es gehen mir viele Bibelstellen durch den Kopf, die zu meinem Schaffen passen. Aus der Schöpfungsgeschichte zum Beispiel...! Nicht falsch verstehen! Ich vergleiche mich nicht mit Gott. Aber warum sollte ich nicht auch das gut finden, was ich forme? Ich bin inspiriert. Auf diese Weise kann ich in meiner Arbeit aufgehen.
20. Dezember 2018


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