Stern über Bethlehem

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Evangelische Kirchengemeinde Hilden/ Rheinland – Erlöserkirche
Die Große Weihnachtskrippe
Anschauliche Heilsgeschichte, Glaubensbotschaft, tiefe Symbolik und liebevolle Details





Die Urbotschaft der Krippe…

ist die Vergegenwärtigung Gottes, ein Gebet der kreativen Hände, eine spielerische Antwort des Glaubens aus Freude an Gott!
Krippenbauen ist Tun von etwas, das keinen Zweck erfüllt, aber dennoch Sinn hat, weil es Freude macht, - ohne Arbeitslast, ohne Erfolgszwang zu bauen und zu basteln. Die vielen Stunden des Krippenbauens sind eine meditative Begegnung mit der Freude der Erlösung.

Das Figurenmachen mag den Wunsch verkörpern, eine Verbindung zur Überwelt darzustellen, sich selbst einzubeziehen, teilzunehmen an dem Weihnachtsgeschehen. …Etwas erinnerten Kinderhimmel nachzuvollziehen…
suchende Hand


Die Krippe ist eine fröhliche Ermutigung, den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen zu lieben! Eine Neubegegnung mit dem Weihnachtsereignis und ein heilender Impuls für Menschen, die den Weihnachtsglauben verloren haben. Krippe, - ein "gefrorenes Theater", dessen Figuren die Landschaft beleben und die Seele des Betrachters bewegen. Ein Ort der Stille und Meditation. Ein Ort für Gefühle.
betende Haende


Das Kind in der Krippe ist nicht nur das Ziel der Magier und Hirten. Es ist Endstation Sehnsucht und zugleich Erfüllung aller religiösen Wege und Gedanken der ganzen Menschheit. "Sinn" in seiner Urbedeutung "reisen" weist hin auf jene Menschen, die sich wie die Hirten und Magier auf den Weg begeben haben und keine Mühe scheuten, den Sinn des Lebens zu finden. Er muss gesucht und erwandert werden!
weisende Hand


Die Gaben, die sie dem Jesuskind bringen, sind Zeichen der Freude als auch der Mit- oder Fürsorge. Wo der Sinn des Lebens aufleuchtet, wird das Herz des Menschen weit.
gebende Haende


Alle Jahre wieder kommt das Christuskind
auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.


Ist der Vers richtig? Richtig ist, dass Jesus einmal geboren wurde. Die Geburt wiederholt sich nicht. Aber gerade weil in der Geburt Jesu Gottes Heilstat ein für alle Mal geschehen ist, bleibt sie Mysteriengegenwart in einem immerwährenden Hodie. Alle Jahre wieder will Jesus zu uns Menschen kommen – und zwar in uns, und durch uns.
DU bist gemeint


Jesus will durch unsere Güte und Versöhnungsbereitschaft zu uns kommen.
Versoehnende Haende


Christsein schließt Mitverantwortung und Fürsorge ein. Es kann keinem genügen, in seiner Privatkapelle sein eigenes Weihnachten zu feiern. Weihnachten macht die Ur-Situation des Menschen deutlich: er ist eine dialogische Existenz; vom Gespräch, von der Lebensgemeinschaft mit Gott geprägt. Die Lebensverwirklichung gehört Gott. Indem der Mensch sich absondert und von Gott lossagt, glaubte er, zur wahren Freiheit und Größe gelangen zu können. (Gleichnis vom verlorenen Sohn). Wie hätte Gott reagieren können?
Er hätte die Menschen ins Verderben laufen lassen oder anders abrechnen können. Gottes liebendes Erbarmen aber hat die Schuld zur Glück und Heil bringenden Schuld gemacht. Er hat sie nicht einfach übersehen, er hat sie in ihrer Unerhörtheit sehr ernst genommen. In der Menschwerdung seines Sohnes hat er mit dem höchsten Einsatz um seine Versöhnungsbereitschaft gespielt und dem Menschen eine neue Zukunft greifbar und erreichbar gemacht. Paulus: "Ihr seid um einen teuren Preis erkauft." (1.Kor.6.20)
helfende Hand


Was Gott damit riskierte, ist einzigartig. Der Mensch hatte die Freiheit auch nein zu sagen. Er provozierte Gottes rettende Gnade. "Als die Sünde sich mehrte, wurde die Gnade noch überschwänglicher." (Röm.5.20) Als Sünde kann man übergeordnet Gottesferne verstehen, darin alle unterlassenen Hilfen, Kavaliersdelikte und kriminelle Taten eingeschlossen.
Die Botschaft der Rettung, dass Gott so auf menschliche Schuld antwortet, kann nur ein Staunen und verwirrenden Taumel auslösen.
empfangende Haende


Weihnachten ist Botschaft der Freude über die Gnaden bringende Erlösung, und zwar uneingeschränkte Freude über jene konkrete Form der Erlösung. Da ist die Perspektive, die sich etwas versteckt in den Krippendarstellungen niedergeschlagen hat: das Jesuskind bleibt kein pausbackiges Baby. Der erwachsene Jesus wird in der Öffentlichkeit zur Entscheidung drängen. Das Kind in der Krippe und der Gekreuzigte sind identisch. Die Weihnachts- und die Osterbotschaft gehören zusammen.

Wer an der Krippe stehen bleibt und nicht den Mut hat, mit Jesus zum Kreuz und zur Auferstehung zu gehen, hat nur einige Gitarrenklänge angezupft, aber nicht den vollen Klang der ganzen Erlösung gehört. Alle Heilsereignisse des Kirchenjahres, alle Feste gemeinsam schenken die ganze und tiefe Freude über die Erlösung.


Text anhand einer Einführung zur Nürnberger Krippenausstellung aus den 70-er Jahren
von Prof. Alfred Läpple

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